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Worin besteht der Unterschied zwischen infrarotgekühlten und ungekühlten Wärmebildkameras?

Beginnen wir mit einer grundlegenden Idee. Wärmebildkameras funktionieren, indem sie Wärme, nicht Licht, erfassen. Diese Wärme wird Infrarot- oder Wärmestrahlung genannt. Alles in unserem Alltag gibt Wärme ab. Selbst kalte Objekte wie Eis emittieren noch eine geringe Menge Wärmeenergie. Wärmebildkameras erfassen diese Energie und wandeln sie in Bilder um, die wir verstehen können.

Es gibt zwei Haupttypen von Wärmebildkameras: gekühlte und ungekühlte. Beide dienen demselben Zweck – der Wärmeerkennung –, aber sie tun dies auf unterschiedliche Weise. Das Verständnis ihrer Funktionsweise hilft uns, ihre Unterschiede deutlicher zu erkennen.


 Ungekühlte Wärmebildkameras

Ungekühlte Wärmebildkameras sind am weitesten verbreitet. Sie benötigen keine spezielle Kühlung, um zu funktionieren. Stattdessen nutzen sie Sensoren, die direkt auf die Wärme aus der Umgebung reagieren. Diese Sensoren bestehen üblicherweise aus Materialien wie Vanadiumoxid oder amorphem Silizium und werden bei Raumtemperatur betrieben.

Ungekühlte Kameras sind einfach und zuverlässig. Sie sind außerdem kleiner, leichter und kostengünstiger. Da sie keine Kühlsysteme benötigen, sind sie schnell betriebsbereit und verbrauchen weniger Strom. Dadurch eignen sie sich hervorragend für Handgeräte, Autos, Drohnen und viele industrielle Anwendungen.

Ungekühlte Kameras haben jedoch einige Einschränkungen. Ihre Bildqualität ist zwar gut, aber nicht so scharf wie die von gekühlten Kameras. Zudem können sie Schwierigkeiten haben, sehr geringe Temperaturunterschiede zu erkennen, insbesondere auf große Entfernungen. In manchen Fällen kann das Fokussieren länger dauern, und sie können durch äußere Wärme beeinträchtigt werden.


 Gekühlte Wärmebildkameras

Gekühlte Wärmebildkameras funktionieren anders. Sie verfügen über einen eingebauten Kryokühler, der die Temperatur ihres Sensors senkt. Dieser Kühlprozess erhöht die Empfindlichkeit des Sensors gegenüber kleinsten Mengen an Infrarotstrahlung. Diese Kameras können selbst geringste Temperaturänderungen – manchmal nur 0,01 °C – erfassen.

Aus diesem Grund liefern gekühlte Kameras klarere und detailreichere Bilder. Sie haben zudem eine größere Reichweite und können kleinere Ziele erkennen. Sie werden in Wissenschaft, Militär, Sicherheitsbereichen und bei Such- und Rettungsmissionen eingesetzt, wo höchste Genauigkeit entscheidend ist.

Gekühlte Kameras bringen jedoch auch Nachteile mit sich. Sie sind teurer, schwerer und wartungsintensiver. Ihre Kühlsysteme benötigen Zeit zum Hochfahren und müssen regelmäßig gewartet werden. In rauen Umgebungen sind ihre empfindlichen Bauteile anfälliger für Beschädigungen.


 Hauptunterschiede

● KühlsystemGekühlte Kameras benötigen einen speziellen Kühler. Ungekühlte Kameras nicht.

EmpfindlichkeitGekühlte Kameras erfassen kleinere Temperaturänderungen. Ungekühlte Kameras sind weniger empfindlich.

BildqualitätGekühlte Kameras liefern schärfere Bilder. Ungekühlte Kameras sind einfacher.

Kosten und GrößeUngekühlte Kameras sind günstiger und kompakter. Gekühlte Kameras sind teurer und größer.

StartzeitUngekühlte Kameras sind sofort einsatzbereit. Gekühlte Kameras benötigen vor der Verwendung Zeit zum Abkühlen.


 Welches benötigen Sie?

Für allgemeine Anwendungen wie Hausinspektionen, Autofahren oder einfache Überwachung ist eine Wärmebildkamera oft ausreichend. Sie ist preiswert, einfach zu bedienen und robust.

Wenn Ihre Arbeit hohe Genauigkeit, die Erfassung großer Entfernungen oder die Detektion kleinster Temperaturunterschiede erfordert, ist eine gekühlte Kamera die bessere Wahl. Sie ist fortschrittlicher, hat aber auch einen höheren Preis.


Kurz gesagt, beide Arten von Wärmebildkameras haben ihre Berechtigung. Ihre Wahl hängt davon ab, was Sie sehen möchten, wie scharf die Bilder sein müssen und wie viel Sie ausgeben möchten. Wärmebildkameras sind ein leistungsstarkes Werkzeug, und das Wissen um den Unterschied zwischen gekühlten und ungekühlten Systemen hilft Ihnen, sie gezielter einzusetzen.

 


Veröffentlichungsdatum: 18. April 2025